Mittwoch, 15. November 2017

Terra im Visier

Belegexemplare in der Post, denn der neue Ren Dhark ist eingetroffen. Band 72 von Weg ins Weltall schrieb ich gemeinsam mit Nina Morawietz und Jan Gardemann. Das Exposé stammte von Ben B. Black, das Titelbild von Ralph Voltz.

Das System der Großen Sonne entpuppt sich als weiterer nicht ganz unproblematischer Ort in der Galaxis Voktar. Ren Dhark und seine Begleiter müssen sich dort mit der störrischen Instanz einer uralten, verborgenen Worgun-Station herumschlagen. Die Pläne, die das Stationsgehirn mit ihnen hat, wollen den Terranern ganz und gar nicht gefallen.

Derweil ermittelt die GSO in der Milchstraße intensiv gegen die Vereinigung der Alten Völker. Die Agenten Ömer Giray und Liv Sanders kommen in der Sache gut voran, doch auch sie ahnen nicht, dass der verbrecherische Utare Lek gerade dabei ist, einen verwegenen Haufen aufzustacheln - und dieser hat Terra im Visier.

Dienstag, 14. November 2017

Carsten Kuhr bespricht Nick 8

Neben Ren Dhark werden auch die meisten meiner Wäscher-Romanadaptionen (Oder sogar alle? Ich weiß es gar nicht.) beim Online-Portal phantastik-news besprochen. So ist es just auch mit meinem kürzlich erschienenen neuen Nick-Roman geschehen. Rezensent Carsten Kuhr hat den achten Band des Weltraumfahrers unter die Lupe genommen.

"Achim Mehnert hat die Handlung der Piccolos Nr. 93 bis 119 in einen umfangreichen Roman gepackt", resümiert Kuhr. "Und was für ein Band ist das geworden! Verlassene Ruinenstädte, verschollene Hochkulturen, Schätze, Teleportationstore, archaische Gesellschaften, Dinosaurier und Amphibienwesen - das Herz eines jeden klassischen SF-Fans schlägt da höher."

Dass ich mich über solche ein positive Besprechung freue, ist klar. Ich erwähnte ja in meinem Blogeintrag nach Fertigstellung des Romanmanuskripts bereit, was für einen Spaß mir die Geschichte gemacht hat, besonders die Teleportationstore, die Hansrudi Wäscher zu einer Zeit schuf, da an Star Gate noch jahrzehntelang nicht zu denken war.

"Das ist Nostalgie pur", so noch einmal Carsten Kuhr, "der berühmte Sense of Wonder kommt leidlich zum Tragen."

Hach, da könnte ich schwelgen. Einfach nur schön.

Die vollständige Rezension gibt es hier:


Montag, 13. November 2017

Classic Rock 65

Das Vorgängeralbum, bei Kritikern und Fans ohne die erhoffte Resonanz, hätte sie fast aus der Bahn geworfen, doch dann kam 1977 und „News of the World“. Wie viele Bands können schon von sich behaupten, ihre neue Scheibe mit einem doppelten Kracher wie We Will Rock You und We Are The Champions zu eröffnen und dann gleich noch ein durchgehend tolles Album folgen zu lassen? Queen können es. Auf dem Thron, von dem sie zu stürzen drohten, saßen sie plötzlich fester denn zuvor. In der Novemberausgabe von Classic Rock beschäftigt sich Mick Wall mit dem Album, seiner Entstehung und den Eskapaden, die die vier Queen-Musiker sich nun mehr denn je erlaubten und erlauben konnten. Der Aufmacher der 65. Ausgabe ist auch mein Highlight dieser Ausgabe.

Woher der Roboter auf dem Plattencover ursprünglich stammte, wusste ich nicht. Danke, Classic Rock, für die Aufklärung. Er schmückte als Titelbild eine 1953 erschienene Ausgabe des amerikanischen Magazins Astounding Science Fiction. Die Musiker machten den Künstler Frank Kelly Freas – ein Meister seiner Zunft: vielfacher Hugo-Gewinner, Illustrator für Isaac Asimov und Robert Heinlein sowie Zeichner von Alfred E. Neumann im MAD-Magazin – ausfindig, und Freas überarbeitete sein ursprüngliches Motiv unter Einbeziehung der vier Queen-Majestäten, denen der Roboter in der neuen Version den Garaus macht.
 
Und das sind meine sonstigen Themen: Wolfgang Niedecken plaudert über sein Familienalbum, seine fünfte Soloscheibe neben BAP, und mit Interesse las ich auch das Interview mit David Crosby. Ich bewundere seine immer noch enorme Schaffenskraft, und in Hinsicht auf Trump spricht er Klartext, aber ich bedauere seine Erleichterung darüber, bei CS&N raus zu sein. Danny Fields, nie zuvor gehört den Namen, aber er begeistert mich als Wegbereiter des Punk, Vertragspartner der Stooges und Manager der Ramones. Schon wieder so ein Artikel, der sich für mich voll und ganz gelohnt hat. Und das nach dem Aufmacher zweite Highlight ist für mich, wie könnte es anders sein, die Rückblende zur Entstehung von Motörhead's Ace of Spades. Lemmy, Fast Eddie und Philthy Animal, mir wird ganz anders. Nochmal danke, Classic Rock.
 
Natürlich gibt es wie immer noch viel mehr: Zu den Tragödien der Rockmusik gehört der niemals völlig aufgeklärte Tod von Michael Hutchence. In den Rockmythen erinnert Ernst Hofacker an den unschönen Abgang des INXS-Frontmanns vor zwanzig Jahren. Sex Pistols-Drummer Paul Cook hat seine alte Truppe The Professionals wieder zusammengetrommelt. Auch woanders wird auf die Pauke gehauen. Die trommelnden Brüder Carmine und Vinny Appice, letzterer mir vor allem bekannt durch Black Sabbath, haben zum ersten Mal ein gemeinsames Album aufgenommen. Kein Wunder, dass dabei das Schlagzeug im Vordergrund steht. Dave Everley bricht eine Lanze für die oft geschmähten Stone Temple Pilots. Robert Plant steht im Interview Rede und Antwort, und Ten Years After feiern ihr fünfzigjähriges Jubiläum. Zum Dreißigjährigen des Whitesnake-Millionensellers 1987 zeigt sich David Coverdale blendend aufgelegt und will in Würde altern. Es gibt Nachrufe auf Tom Petty und Holger Czukay, und die Meilensteine beschäftigen sich mit George Harrison und Keith Richards.
 
In der Novemberausgabe gibt es einiges an Material, das ich nur streifte und querlas, aber noch mehr, das mich wirklich interessiert. Oder begeistert! Es gibt viel zu berichten, viel zu erfahren im Rockmusikbereich, in Classic Rock steht es. Weiterhin ist das Magazin aus meinen monatlichen Lesegewohnheiten nicht wegzudenken.

Sonntag, 12. November 2017

Ren Dhark 71 im Auge des Betrachters

Auch diesmal hat sich Dauer-Rezensent Robert Monners die neue Ausgabe von Ren Dhark vorgenommen. Seine Besprechung von Band 71 mit Titel Lorrons Erbe ist bereits beim Online-Portal phantastik-news online. Das ist mittlerweile eine schöne Tradition, für die ich mich an dieser Stelle einmal bedanken möchte.

Schnell ist der Mann, und wie von ihm gewohnt, äußert Monners dabei durchaus auch kritische Töne. Der grundsätzliche Tenor ist jedoch positiv, das Buch hat dem Rezensenten gefallen. Ich stehe ja auf dem Standpunkt: wenn der Roman dem Leser gefällt und er gespannt ist auf den nächsten Band, dann haben wir unsere Arbeit richtig gemacht.

Jedenfalls resümiert der Rezensent: "Insgesamt kann man den Autoren attestieren, dass das Tempo mittlerweile, nachdem wir doch einige Romane hatten, in denen es eher geruhsam zuging, deutlich angezogen hat. Die Dramatik nimmt zu, das Tempo und die Offenbarungen fesseln den Leser. Insbesondere die angedeuteten Konflikte zwischen Wächtern und Worgun werfen hierbei Fragen auf - die einer sicherlich faszinierenden Lösung harren."

Die komplette Rezension gibt es hier:
http://www.phantastiknews.de/index.php/rezensionen/14512-ren-dhark-weg-ins-weltall-71-lorrans-erbe-ben-b-black-hrsg-buch

Samstag, 11. November 2017

Erinnerungslücken

Ren Dhark und seine Gefährten von der Point of bringen allmählich Licht in die undurchsichtigen Ereignisse, die die Raumfahrer seit einem halben Jahr durch die Zwerggalaxis Voktar begleiten. Es deutet sich sogar - wer hätte das erwartet? - eine Möglichkeit an, wie unsere liebsten Weltraumhelden heim in die Milchstraße gelangen können. Eine Option wäre der Weg, auf dem Arc Doorn, Chris Shanton und Amy Stewart aus der uralten Anlage unter dem Titicacasee nach Voktar verschlagen wurden, nämlich mittels der grünen Technologie. Diesen Weg in umgekehrter Richtung zu beschreiten, würde jedoch bedeuten, die Point of aufzugeben und für alle Zeiten in der Zwerggalaxis zurückzulassen.

Inwieweit das nun eine falsche Fährte ist, sei einmal dahingestellt. Die Leser dürfen gern spekulieren. Ren Dhark und seine Freunde brauchen über gewisse Hintergründe jedenfalls nicht länger zu spekulieren, denn sie erhalten handfeste Informationen, die gleichermaßen faszinierend wie erschreckend ausfallen. Den Raumfahrern von der Erde erschließen sich kosmische Zusammenhänge, die sich über einhunderttausend Jahre und mehrere Galaxien erstrecken. Eine besondere Rolle bei den Erkenntnissen spielt Malk Katuhl. Als weitere heiße Eisen für die Menschen erweisen sich die INSTANZ von Erron-2 sowie Kharamak.

Der geneigte Leser meines Blogs merkt, ich habe die Arbeit an einem weiteren Roman für Ren Dhark abgeschlossen. Dabei hatte ich das Vergnügen, eine neue Figur in die Handlung einzuführen. Es handelt sich um keine Wegwerffigur, die nur in diesem Roman auftritt. Ganz im Gegenteil, sie wird uns und die Dhark-Leser in den nächsten Monaten noch schwer beschäftigen. Besagte Figur entsprang Nina Morawietz' Einfallsreichtum, und ich finde sie klasse. Ren Dhark - Weg ins Weltall 74 wird den Titel Malk Katuhl tragen. Wer oder was das ist, verrate ich nicht. Die Auflösung gibt es im Februar 2018, wenn das neue Buch erscheint. Ich habe es übrigens gemeinsam mit Nina und Jan Gardemann verfasst

Freitag, 10. November 2017

Einschlag

Ralph Voltz lässt es krachen. Seine Titelbildgraphik für Ren Dhark 73 mit Titel Experimentierfeld Voktar liegt vor. Ich bin immer wieder froh, das Ralphs Werke unsere Romane schmücken.



Donnerstag, 9. November 2017

Roy Stark - Abenteurer ohne Nerven

In meinem gestrigen Bericht über die 82. Intercomic erwähnte ich, dass Roy Stark auf der Messe druckfrisch vorlag. Da habe ich die Buchausgabe zum ersten Mal gesehen und hielt sie zum ersten Mal in Händen. Mit anderen Worten, meine zweibändige Romanadaption des Comics von Hansrudi Wäscher, der sich um den Stuntman und Abenteurer Roy Stark dreht, ist nun erhältlich. Ich freue mich sehr über meinen neuesten Beitrag zum Wäscher-Kosmos.

Der Erscheinungstermin passt übrigens zeitlich prima, weil Roy Stark in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag feiert. Als letzten Helden für den Lehning-Verlag schuf Hansrudi Wäscher den verwegenen Draufgänger im Jahr 1967. Das Original umfasste 18 Comic-Großbände, zu denen sich später im Hethke-Verlag noch zwei Telefonkartenhefte mit Texten von Ingraban Ewald gesellten. Da es sich um eine Gesamtausgabe handelt, teilte der Verlag meinen Roman auf zwei Bände auf. Dem ersten Buch liegt eine limitiere und nummerierte Postkarte mit einem Roy Stark-Motiv bei.

Apropos Ingraban Ewald: Als großer HRW-Kenner - der Mann, der vor einiger Zeit auf der Intercomic mit dem Ritter der Neunten Kunst geehrt wurde, scheint wirklich sämtliche Werke von Herrn Wäscher auswendig zu kennen - klopft er all meine Romanadaptionen auf Wäscherkompatibilität ab. Ihm entgeht kein Fehler und kein Detail, das nicht in den Wäscher-Kosmos passt.

Zum Romaninhalt:

Roy Stark ist es gewohnt, mit der Gefahr zu leben. Als Stuntman geht er keiner Aufgabe aus dem Weg. Als er einwilligt, auf einer einsamen Insel an einem Wettbewerb teilzunehmen, bei dem der beste Freistilringer der Welt ermittelt werden soll, stellt er schnell fest, dass er mitten in einem Kampf auf Leben und Tod gelandet ist.

Der größten Herausforderung muss sich Roy stellen, als Gangster die Erfindung eines Wissenschaftlers stehen wollen: eine Zeitmaschine. Ehe er sich versieht, tritt Roy eine aberwitzige Reise durch die Epochen der Menschheit an. Er trifft auf Neandertaler, kämpft gegen den blutrünstigen Piratenkapitän Bloody Jack Henderson und wird in die Wirren des amerikanischen Sezessionskriegs verschlagen.

Im Nachhinein stelle ich fest, dass das Schreiben an dem Roman viel zu schnell vorbei war. Die Zeitmaschine war natürlich eine tolle Sache. Besonderen Spaß machte mir der Besuch bei Bloody Jack und die Schatzsuche mit seinen Piraten. In der Geschichte fühlte ich mich ein wenig auf Robert Louis Stevensons Schatzinsel versetzt. Es ist schön, dass ich die Roy Stark-Belegexemplare nun zu meinen anderen Wäscher-Romanadaptionen stellen kann. Willkommen in der Familie!


Motiv der Roy-Stark-Postkarte

Mittwoch, 8. November 2017

Intercomic 82

Eingerahmt zwischen Rüdiger Schäfer und Robert Corvus.
(c) Robert Corvus
Es ist eine schöne halbjährliche Tradition für mich, diese Veranstaltung zu besuchen. Am Samstag fand zum 82. Mal die Interomic in Köln statt. Ich schlenderte bereits eine Stunde vor Besuchereinlass durch die Halle, während die Aussteller noch mit dem Aufbau ihrer Stände beschäftigt waren und bevor sich vor dem Eingang eine Menschenschlange bildete. So konnte ich ganz entspannt und gemütlich die Auslagen sichten. Der Gästestatus hat seinen Vorteil.

Auch konnte ich als erster die rechtzeitig zur Messe erschienene Romanausgabe von Roy Stark in die Hand nehmen. In diesem Jahr feiert Hansrudi Wäschers Stuntman und Abenteurer seinen 50. Geburtstag. Ich hatte das Vergnügen, den Inhalt der achtzehn bei Lehning erschienenen Comic-Großbände sowie der beiden Telefonkartenhefte aus dem Hethke-Verlag in eine literarische Form zu bringen. Bei meiner zweibändigen Adaption handelt es sich also um eine Gesamtausgabe in Romanform. Es war ein tolles Gefühl, die beiden Bücher endlich in Händen zu halten.

Ab zehn Uhr füllten sich das Foyer und die Halle schnell, und spätestens zur Mittagszeit wurde das Durchkommen durch die Gänge schwierig. Die einmal mehr zahlreichen Besucher, mehr als im vergangenen November, wie mir schien, tummelten sich zwischen Comics und Bildbänden, Romanen und Magazinen. Kein Wunder, fühlt man sich zwischen all den bunten Bildern, die einen regelrecht erschlagen, doch wie in einer anderen Welt.

Ich traf den großartigen türkischen Maler und Zeichner Ertugrul Edirne und den nach seinem Schlaganfall wiedergenesenen Verleger Heinz Mohlberg, den Künstler und Kolorateur Toni Rohmen und die Szene-Legende Werner Fuchs. Gefreut hat mich auch, nach langer Zeit und völlig überraschend mit Alfonz-Herausgeber Matthias Hofmann zusammenzutreffen. MaHo und ich kennen uns aus dem SF-Fandom, und das sicher schon seit dreieinhalb Dekaden, so dass wir ein paar alte Erinnerungen auffrischten und er mir auch gleich anbot, mal etwas für sein Comicmagazin zu schreiben.

Bei Blitz gab es mein neues Raumschiff Promet-Taschenbuch, und am Verlagsstand von Peter Hopf signierte ich eifrig Bücher, Autogrammkarten und Poster. Am Romantruhe-Stand von Joachim Otto saß ich mit den geschätzten Rüdiger Schäfer und Robert Corvus zusammen. Tausendsassa Gerhart Renner macht's möglich. Man kann auch sagen, Rüdiger, Robert und ich posierten für die Kameras. Auf jeden Fall war es wie immer lustig, wir hatten Spaß.

Programm gab es auch, das ich aber wie stets verpasste, ohne das zu bedauern: Der Zeichner Daniel Schreiber stellte seine Comic-Trilogie Annas Paradies vor, in "Wegwerfhelden - Die schrägsten Superheroes des Golden Age" zeigte Comicexperte Tillmann Courth unbekannte Superhelden aus frühen US-Heften, und Kurator Darjush Davar präsentierte die Max-und-Moritz-Preisträger für die besten deutschen Comics der letzten Jahre.

Der Tag verging wie im Flug. Obwohl mir die halbjährlichen Abstände zwischen den Intercomic-Messen von Mal zu Mal kürzer vorkommen, freue ich mich immer auf die nächste Veranstaltung. So auch diesmal, am 5. Mai 2018 geht es weiter. Lesestoff nahm ich auch mit nach Hause: die neue Ausgabe des Hansrudi Wäscher-Magazins, das aktuelle Sammlerherz und ein paar alte Perry Rhodan-Taschenbuchausgaben.

Montag, 6. November 2017

Phantastika macht 2018 weiter

Nun steht also nicht nur fest, dass die Phantastika im kommenden Jahr in die zweite Runde geht, sondern auch wann. Die Oberhausener geben sich Anfang September die Ehre.

Damit gehen innerhalb weniger Wochen drei Veranstaltungen über die Bühne, die ich gern besuchen würde. Das zeitnahe Aufeinandertreffen der Cons ist ein wenig unglücklich. Man hat ja auch noch was anderes zu tun, aber die Terminierung der jeweiligen Veranstalter hat in jedem Fall (sicher) ihre Gründe.

Dabei ist der Coloniacon bei mir natürlich auf jeden Fall gesetzt, und den BuCon besuche ich seit einigen Jahren regelmäßig. Die Phantastika habe ich leider in diesem Jahr verpasst, das möchte ich 2018 ändern. Zudem findet im kommenden Jahr vor den Toren Münchens auch wieder der GarchingCon statt, und das auch schon zum 11. Mal, während noch in den Sternen steht, ob es in Langenfeld mit einer 4. Kitty Moan Convention weitergeht.


1. und 2. September 2018
Phantastika 2, Oberhausen

29. und 30. September 2018
Coloniacon 23, Köln

13. Oktober 2018
BuchmesseCon 33, Dreiech-Sprendlingen

Freitag, 3. November 2017

KittyCon-Veranstalter Helmut Dunkel resümiert

In meinem letzten Post schilderte ich meine Eindrücke von der 3. KittyMoan-Convention, die am vergangenen Wochenende in Langenfeld stattfand. Nun wendet sich Veranstalter Helmut Dunkel mit einem Resümee an die Öffentlichkeit, das ich an dieser Stelle gern teile.

Noch einmal: mir hat der Con Spaß gemacht. Helmut Dunkel und Birgit Sahler sind sympathische und stets gut gelaunte Veranstalter, und sollte es eine(n) weitere(n) KittyCon geben, werde ich wieder mit von der Partie sein.

Nun aber lasse ich Helmut zu Wort kommen:


Liebe KittyCon-Aktivisten, Aussteller, Besucher, Freunde!
 
Die dritte Kitty Moan Convention in Langenfeld liegt jetzt einige Tage hinter uns. Ich habe diese Zeit gebraucht, um die vielfältigen Eindrücke zu verarbeiten, die Freude viele alte und neue Freunde zutreffen, viele gute Gespräch zu führen, aber auch um den Frust und die Enttäuschung über die mageren Besucherzahlen zu verdauen.
 
Dank des Feedbacks von Aktiven und Besuchern 2016 lief in der Vorbereitungsphase alles wie geschmiert. Die Anfragen und Anmeldungen für Lesungen und Stände versprachen eine tolle, vielseitige Con, die nicht nur das Team und mich begeistern würde. Die Presse öffnete ungeahnte Türen, halbe und ganze Seiten in den heimischen Blättern finde ich nicht selbstverständlich. Und überregionale Ankündigungen einer jungen, etwas speziellen Fantasy-Convention erst recht nicht. Herzlichen Dank an die zuständigen Redaktionen. Als die Zulieferungen, Sperrgitter samt Füßen, Broschüren und Catering auch noch pünktlich über die Bühne gingen und dank vieler fleißiger Hände bereits Donnerstagabend die komplette Infrastruktur stand, war für uns klar, wir hatten unsere Lektion gelernt und es würde ein fantastisches Wochenende werden. Der folgende Freitag, als die ersten Aussteller, Künstler und Autoren kamen, um gut gelaunt ihre Stände aufzubauen, war einfach klasse. Am frühen Samstagmorgen bot sich dann ein schönes Bild im traditionsreichen Carl-Becker-Saal, eine dichte, stimmige Atmosphäre mit vielen fantasievoll geschmückten Ständen und glitzernden Lichtern.
 
Die Wende kam brutal und völlig überraschend und damit das Wechselbad der Gefühle, der stete Spagat zwischen Freude und Verzweiflung. Die Besucher blieben aus. Es ist bitter, wenn selbst die zu Hause bleiben, die die von den Zeitungen ausgeschriebenen Freikarten gewonnen hatten. Das Gefühl der Ohnmacht an diesem Punkt ist kaum zu beschreiben. Es ist zugleich der Punkt, an dem man es nur noch laufen lassen kann, weil alle Möglichkeiten längst ausgeschöpft sind.
 
Wir haben das Beste aus dieser Situation gemacht und dafür danke ich euch allen.
 
Ich fand es toll, dass ihr euch eure gute Laune nicht habt nehmen lassen, lachende Gesichter trotz weitgehend leerer Gänge. Ich habe mich gefreut über tolle Lesungen, fantastische Künstler, interessierte und kostümierte Besucher, liebe Kollegen und Freunde. Unglaublich die Flexibilität der Autoren spontan aus drei Lesungen auch schon mal eine zu machen und sich die wenigen Zuhörer zu teilen. Wieder trat da dieses unbeschreibliche Familiengefühl zutage, das unsere Szene auszeichnet. Ich weiß nur eines, wer nicht da war, hat etwas verpasst.
Birgit und ich hatten uns so sehr einen Saal gefüllt mit glücklichen Menschen gewünscht. Nach all dem positiven Echo sah es auch danach aus. Dass es anders kam, darüber haben wir ausführlich diskutiert und philosophiert. Vielen Dank für die zahlreichen Ideen, Tipps und Anregungen in Zukunft vielleicht einige Parameter zu ändern. Im Augenblick steht die Ausrichtung einer vierten Kitty Moan Conventen allerdings noch in den Sternen. Und wenn ich ehrlich bin, sind die Aussichten eher schlecht. In meiner Welt lässt sich der Erfolg einer Veranstaltung halt ganz einfach messen, eine simple Addition: glückliche Aussteller + glückliche Besucher = glückliche Veranstalter.

Wie wir dieses Ergebnis erzielen können, erschließt sich mir im Augenblick nicht wirklich. Ganz wichtig ist mir aber auch, Birgit die erneute leidvolle Erfahrung eines fehlgeschlagenen Experiments zu ersparen, eines Experiments in dem Jahr für Jahr all unsere Kraft und Herzblut steckt.
 
Ich danke von ganzem Herzen allen, die mitgeholfen haben diese Convention auf die Beine zu stellen, dem unermüdlichen Orga-Team, den Zulieferern, der Presse, den Betreibern von Portalen und Con-Kalendern, den Bloggern, die unsere Veranstaltung publiziert haben. Ich danke allen, die sämtliche Hebel in Bewegung gesetzt haben, um für uns und unsere Convention zu werben. Ich danke den Autoren, Künstler, Kunsthandwerkern, Verlegern, Händlern und nicht zuletzt den Besuchern, die den Weg zu uns fanden und die KittyCon mit ihrer Anwesenheit und ihrem Enthusiasmus bereichert haben. Und ich danke all jenen, die Sonntagabend für einen blitzschnellen Abbau gesorgt haben, die ganz spontan halfen beim Zusammenpacken und handfest Gitter und Standfüße geschleppten. Das hat mich schlichtweg umgehauen.

Herzlich

Helmut Dunkel

für das KittyCon Orgateam

PS Für das Regenbogenland Düsseldorf kam ein gut gefülltes Kassenhäuschen zusammen. Ich freue mich sehr das Ergebnis unserer Spendenaktion im Laufe der nächsten Tage in der Torfbruchstraße abzuliefern.

Mittwoch, 1. November 2017

Eindrücke vom 3. KittyCon

Nach 2015 und 2016 lockte die Kitty Moan Convention am vergangenen Wochenende bereits zum dritten Mal in den beschaulichen Ort Langenfeld bei Leverkusen. Die Veranstalter Helmut Dunkel, Birgit Sahler und Ingrid Vasen kündigten wieder Abenteuer, SciFi, Fantasy, Horror, Trash und Erotik an, letzteres ist auch der Grund dafür, warum sich die Veranstaltung speziell an Erwachsene richtet.

Ich besuchte den Con am Samstag. Nach Langenfeld habe ich es nicht weit, wenn auch der Ort ziemlich abgeschieden liegt. Allerdings gibt es eine direkte S-Bahn-Verbindung nach Köln. Veranstaltungsort war wieder der traditionsreiche Carl-Becker-Saal, eine gemütliche, stimmungsvolle Location, die die Veranstalter mit viel Liebe herausgeputzt hatten. Im eigentlichen Saal reihten sich die Stände von Kleinverlegern und Self-Publishern. Kunsthandwerker boten Schmuck feil und Künstler ihre Zeichnungen, bei denen man an manchem Stand sogar Zeuge der Entstehung werden konnte.

Ein großer Teil der Besucher war gewandet: mittelalterlich, Steampunk, Military. Cos-Player nennt man das wohl. Das eigentliche Programm lief in einer Reihe kleiner Räume ab, angefangen mit Lesungen und einem Live-Hörspiel über Vorträge und Büchervorstellungen bis hin zu einem Schreibworkshop. Es wurde also eine bunte Auswahl präsentiert, auch wenn es die eine oder andere kleine Programmänderung gab. Aber bei welchem Con passiert das nicht? Die Künstler und Zeichner, beispielsweise der Kölner Martin Schlierkamp, beeindruckten mich mit den an ihren Ständen ausgestellten Werken.

Ich empfand den KittyCon wie schon im Vorjahr als vergnügliche Veranstaltung. Man merkt, wie viel Enthusiasmus und Herzblut die Ausrichter in ihr Kind gesteckt haben, wie viel Vorbereitung und Arbeit. Unter diesem Aspekt ist es natürlich ärgerlich, dass sich der Besucherzuspruch doch arg in Grenzen hielt. Zumindest am Samstag war das so. Ob es am Sonntag besser wurde, weiß ich nicht. Ich finde es schade, dass der Con nicht mehr Resonanz findet. Er und das Orga-Team hätten es verdient. Vielleicht im kommenden Jahr, falls es dann einen vierten KittyCon gibt. Ich würde mich freuen und drücke die Daumen.

Donnerstag, 26. Oktober 2017

Gegner über Terra

Ein grandioses Titelbild hat Ralph Voltz für Ren Dhark 72 abgeliefert. Es setzt den Buchtitel Terra im Visier kongenial um. Tolle schwarze Absetzer fliegen heimlich, still und leise auf die Erde zu. Es sind keine Absetzer der Schwarzen Garde, ähneln jenen aber. Es darf gern spekuliert werden, welches Volk sie in Marsch gesetzt hat.

Dienstag, 24. Oktober 2017

Classic Rock 64

Als Anfang des Jahrzehnts die ersten beiden Alben von Black Country Communion erschienen, war die überall so titulierte neue Supergroup für mich das ganz heiße neue Ding. Nun bin ich vorsichtig, wenn der in den letzten Jahr inflationär verwendete Begriff von einer Supergroup auftaucht, aber eine Kollaboration zwischen Glenn Hughes und Joe Bonamassa ließ mich aufhorchen, dazu Jason Bonham und Derek Sherinian, dieses Line-Up wurde der Bezeichnung durchaus gerecht. Die Musik hielt, was die Namen versprachen. Grandioser Seventies Rock, mühelos in die Jetztzeit transportiert. Mehr noch als auf den Scheiben wurde mir das beim BCC-Konzert bewusst, das ich im Sommer 2011 in Bonn besuchte. Der tolle Auftritt festigte mein Faible für die Band. Doch dann folgte ein Live-Mitschnitt der Europa-Tour und ein drittes Studioalbum, und BCC trennten sich – und zwar nicht in bestem Einvernehmen Hughes' und Bonamassas.
 
Die Ankündigung einer Wiedervereinigung vor einige Monaten freute mich sehr, das inzwischen erschienene neue Album wird den hohen Erwartungen gerecht. In der Plattenbesprechung in Classic Rock hört sich das folgendermaßen an: „ … lieben den Blues-getränkten Hardrock, der einst Led Zeppelin und Deep Purple groß gemacht und seither nie wieder so spektakulär geklungen hat wie bei Black Country Communion.“ Na also, ganz meine Meinung.
 
Und nun schmückt das Quartett nicht nur das Cover der Oktober-Ausgabe von Classic Rock, sondern dient auch noch als Aufmacher. In Joe Bossos zehnseitigem Mix aus Artikel und Interview kommen die Musiker ausführlich zu Wort. Sie erzählen, wie es zu dem vorübergehenden Aus kam und was sie nach der mehrjährigen Pause besser und klüger machen wollen. Allein für diesen Artikel hat sich die Anschaffung gelohnt. Danke, Classic Rock, und bei Gelegenheit gern mehr über Black Country Communion – solange es sich nicht um neuerliche Streitigkeiten oder gar Auflösungserscheinungen dreht.
 
Doch natürlich gibt es in der 64. Ausgabe des Musikmagazins noch viel mehr. Mick Wall beschäftigt sich auf ebenfalls zehn Seiten mit Led Zeppelin und der Zeit, in der ihr drittes Album entstand. Das Interview mit Dave Grohl bestätigt den Kopf der Foo Fighters als den nettesten Mann in der Rockmusikszene, Kadavar führen durch Berlin, Marilyn Manson, der mir immer ein wenig suspekt war, antwortet im Interview auf mir sehr sympathische Weise, die Rock-Mythen erinnern an den Oktober 1977 und den Flugzeugabsturz von Lynyrd Skynyrd, und und und. Sogar des verstorbenen Geoffrey Bayldon wird gedacht. Als Druide Catweazle war er einer der Helden meiner Kindheit.

Montag, 23. Oktober 2017

Endlich, Sigurd erscheint in Romanform

Als Peter Hopf 2012 in seinem gleichnamigen Verlag mit der Veröffentlichung von Comics Hansrudi Wäschers in Romanform begann, geschah das zunächst mit dem Dschungelhelden und Freund aller Tiere Tibor. Es folgten Romanadaptionen des Ritter Falk und des Weltraumfahrers Nick, allesamt in Serienform. Zudem erschien eine Komplettausgabe der Reporter Bob und Ben, und voraussichtlich noch in diesem Jahr folgen die Abenteuer des Stuntman Roy Stark in zwei Bänden.
 
Was bisher jedoch fehlt, ist Sigurd, der ritterliche Held. Sigurd ist sicherlich die bekannteste Comicfigur Wäschers. So wundert es nicht, dass immer wieder nach dessen Geschichten in Romanform gefragt wurde, sowohl bei Peter Hopf als auch bei mir. Zu unserem Bedauern mussten wir den Fans und Lesern dann stets zu verstehen geben, dass Sigurd-Romane derzeit nicht möglich seien. Hätte der Verleger gern gemacht, konnte er aber nicht.
 
Der Grund ist ein ganz einfacher. Schon vor längerer Zeit sicherte sich eine deutsche Filmfirma die Rechte an Sigurd, um irgendwann einen Film daraus zu machen. Ich vermute, die Wahrscheinlichkeit einer Umsetzung war von Anfang an minimal. Man denke nur an die unendliche Geschichte einer möglichen Verfilmung Perry Rhodans. Da wird wohl auch niemals etwas draus werden. Die Rechte sichert man sich jedoch anscheinend gerne. Bei Sigurd enthielt das Vertragswerk zudem eine Sperrklausel, die jedwede andere Lizenzvergabe untersagte. Die Klausel bezog sich unter anderem auch auf Romane. Sprich, es durften keine Romanadaptionen von Sigurd publiziert werden.
 
Doch nun ist die Sperrfrist abgelaufen. Die Klausel wurde unwirksam, und die bisherigen Einschränkungen bestehen nicht mehr. Daraufhin zögerte Peter Hopf nicht lange. Er sicherte sich die Lizenz für die Buchausgabe, und ich freue mich, die Romane verfassen zu dürfen. Mit dem Schreiben am ersten Band werde ich noch in diesem Jahr beginnen, und ab 2018 darf sich dann auch der ritterliche Held Sigurd seines Daseins in literarischer Form erfreuen.

Sonntag, 22. Oktober 2017

Jürgen Zöller und BAP

Als BAP im Sommer 1987 ein Open Air Konzert in St. Wendel spielten, war ich schon einige Jahre BAP-Fan und besuchte bei jeder Tour zumindest ein Konzert, was ich heute immer noch tue. Manche Auftritte der Kölner Rock- und Mundartband führten mich weit aus der Stadt hinaus, sogar zu einem Auftritt in Luxemburg fuhr ich. Die meisten Auftritte in den Achtziger Jahren aber sah ich natürlich in Köln, im Sartory und der legendären Sporthalle. 1987 sah es jedoch mau aus mit einem BAP-Konzert.
 
Da Wolfgang Niedecken ein Soloalbum mit den Complizen eingespielt hatte und mit dieser Truppe unterwegs war, gab es in dem Jahr keine BAP-Tour – dafür jedoch im Saarland den Open Air Auftritt am 19. September im Bosenbach Stadion. Ich weiß heute nicht mehr, wie ich nach St. Wendel gelangte, jedenfalls ließ ich mir das Konzert nicht entgehen.
 
Nach Heinz Rudolf Kunze (den ich damals mochte und immer noch mag), Konstantin Wecker (den ich zu der Zeit sporadisch hörte) und Udo Lindenberg (den ich Ende der Siebziger und Anfang der Achtziger sehr viel hörte, heute gar nicht mehr, und wenn dann die alten Sachen) betraten BAP die Bühne als Headliner. Das Open Air war auch eine Art Warm Up für ihre bevorstehende China-Tour. Auf der Bühne saß ein neues Bandmitglied. Jürgen Zöller war als Schlagzeuger für den kurz zuvor verstorbenen Trommler Pete King eingestiegen. Dass er diese Position fast 30 Jahre lang innehaben sollte, hat er damals sicher nicht gedacht.
 
Inzwischen, Jürgen Zöller ist heute 70, ist er bei BAP wieder ausgestiegen. Auf dem aktuellen BAP-Album „Lebenslänglich“, zum vierzigjährigen Bandbestehen und mit Sönke Reich am Schlagzeug, widmet Wolfgang Niedecken seinem langjährigen Weggefährten mit Schrääsch hinger mir ein eigenes Stück, in dem er in Stichworten ihre gemeinsame Zeit und seinen Dank an Jürgen Zöller zum Ausdruck bringt, schön, melancholisch, zu Herz gehend.
 
Damals in St. Wendel habe ich Jürgen Zöller bei seinem allerersten Konzert mit BAP gesehen, viele Jahre immer wieder und schließlich bei seiner finalen Tour in der Beethovenhalle in Bonn. Jürgen Zöller bleibt der Musikszene mit seiner eigenen Band erhalten, und die Eintrittskarte vom Open Air Konzert irgendwo im Saarland befindet sich selbstverständlich heute noch in meiner Sammlung.
 
Hier noch die Setlist vom Konzert in St. Wendel:

Samstag, 21. Oktober 2017

Spurlos verschwunden

Mein neuer Nick-Roman, der mittlerweile achte der Serie, ist erschienen. Er umfasst den Inhalt der Piccolo-Comichefte 93 bis 119 von Hansrudi Wäscher. Die Teleportationsbögen – auf dem Titelbild ist einer abgebildet – aus der Handlung finde ich immer noch klasse. Sie haben die Sternentore aus einer späteren SF-Serie in Kino und Fernsehen schon in den Sechziger Jahren vorweggenommen.

Am Rand der Milchstraße stößt Nick auf die Hinterlassenschaften einer untergegangenen Zivilisation. Geheimnisvolle Artefakte aus der Vergangenheit, riesige Teleportationsbögen, stellen die Raumfahrer vor eins der größten Geheimnisse, denen sie jemals begegnet sind.

Als „Sohn des Himmels“ schwingt sich der Tierfänger Jack Hunter zum Beherrscher einer ganzen Welt auf und geht dabei buchstäblich über Leichen. Während Nick das Rätsel der Teleportationsbögen zu lösen versucht, entscheidet sich Jack Hunters Schicksal.

Freitag, 20. Oktober 2017

Die Worgun vor 150.000 Jahren

Bekanntlich erscheinen neben der Ren Dhark-Hauptserie jährlich drei Sonderbände, in denen abgeschlossene Geschichten aus dem Dhark-Kosmos erzählt werden. Im Gegensatz zur Hauptserie, für die der Exposé-Autor die Handlungsvorgaben verfasst, schreiben die Autoren die Expos für ihre Sonderbände selbst. Mit Das Rätsel von Hallwa ist gerade Band 35 aus der Feder von Nina Morawietz erschienen. Davor erblickten Jan Gardemanns Roman Iondrus Suche und Andreas Zwengels Beitrag Willkommen im Dagmeer! das Licht der Welt. Nun bin ich also wieder an der Reihe.

Das Exposé für meinen kommenden Sonderband erarbeitete ich bereits vor einigen Monaten. Schon damals war mir klar, dass der Roman eine ziemliche Menge Material enthalten wird, da er nicht nur mehrere Handlungsebenen aufweist, sondern auch in verschiedenen Zeitepochen spielt. Ich fand das jedoch nicht schlimm. Lieber zu viel Material als zu wenig. Tatsächlich passiert es mir zuweilen, dass ich am Ende eines Romanmanuskripts nicht genug Anschläge zusammen habe. Es gibt dann zwei Möglichkeiten. Entweder baue ich eine bereits bestehende Szene aus, indem ich Beschreibungen und Handlungsfacetten erweitere, manchmal auch Dialoge aufpeppe. Oder ich verfasse eine zusätzliche Szene. Bei Sonderband 36, so vermutete ich, wird das sicher nicht nötig werden.
 
Meine Annahme bestätigte sich beim Schreiben des Romans. Ich stellte schnell fest, dass das Expo eine Menge hergibt. Bei manchen Szenen musste ich mich regelrecht bremsen, um sie nicht zu lang werden zu lassen. Je weiter das Manuskript voranschritt, desto knapper wurde der Platz. Ich entschied mich schweren Herzens, geplante Szenen mit dem Nogk-Herrscher Charaua und dem Roboterhund Jimmy ganz aus der Handlung zu lassen. Am Ende kam ich dennoch nicht hin, und Teile der Handlung zu kürzen wäre mir schwergefallen. Nach einem Telefonat mit Chefredakteur Ben. B. Black fiel mir ein Stein vom Herzen. Ich hatte freie Hand, den Text umfangreicher zu gestalten, sodass der Roman länger ausfallen wird als sonst. Das wird sich allerdings nicht in einer geänderten Seitenzahl bemerkbar machen, die bleibt nämlich gleich, sondern in einem engeren oder etwas kleineren Druck.
 
In meinem Roman tauche ich tief in die Serienvergangenheit ein. Die Hintergründe für die eigentliche Geschichte ereigneten sich nämlich vor 150.000 Jahren. Damals tobte in der Milchstraße ein Krieg, in dessen Verlauf das Bollwerk der Worgun, so auch der Romantitel, entstand. Der eigentliche Roman spielt dann kurz nach der Rückkehr der POINT OF aus der Zwerggalaxis Voktar, jenem Zyklusfinale also, das den Lesern in der Hauptserie erst noch bevorsteht. Was aber kein Widerspruch ist, da mein Sonderband erst im kommenden Februar erscheint.
 
Einen kurzen Ausblick kann ich geben, ohne dabei viel zu verraten. Terence Wallis begeht den fünfzehnten Jahrestag der Entdeckung Edens mit ausgedehnten Feierlichkeiten, zu denen Vertreter verschiedener Planeten eingeladen sind. Demzufolge tauchen in der Handlung eine Menge bekannte Figuren auf. Im Zentrum der Geschichte stehen die Prospektoren Art und Jane Hooker, Klatschtante Claire und der Multimutant Chris Nev. Großen Spaß bereitete mir die Möglichkeit, endlich mal wieder die Nomaden Pakk Raff und Priff Dozz mit starken Auftritten einbauen zu können. Doch nicht alle überleben die dramatischen Ereignisse, die sich rund um das Solaris-System und an einem anderen Handlungsschauplatz abspielen.

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Lorrons Erbe

Weg ins Weltall 71 ist erschienen, der neue Ren Dhark-Roman. Lorrons Erbe schrieb ich gemeinsam mit Jan Gardemann und Andreas Zwengel. Das Exposé stammte von Ben B. Black, das Titelbild, ein herrlich getroffener Reckbatz, immer von Ralph Voltz. Die Belegexemplare sind bei mir eingetroffen, und ich freue mich wie immer darüber, ein neues eigenes Werk in Händen zu halten.

Der Klappentext verrät folgendes zum Inhalt:

Ömer Giray und Liv Sanders ist es gelungen, Unterlagen mit großer Brisanz in die Hände zu bekommen. Was sie daraus erfahren, ist in seiner Reichweite jedoch noch gar nicht zu überblicken. Währenddessen werden Ren Dhark und seine Begleiter auf dem Planeten Sinop von einer Gruppe bewaffneter Salter festgenommen. Ein Kampf scheint aussichtslos zu sein, und so fügen sich die Terraner zunächst in ihr Schicksal. Sie ahnen zu diesem Zeitpunkt nicht, dass es hier um nichts Geringeres geht als Lorrons Erbe ...

Dienstag, 17. Oktober 2017

Rückblick auf den BuchmesseCon 2017

BBB und AM beim REN DHARK MEETING
Früher besuchte ich die Frankfurter Buchmesse regelmäßig. Sie war gewissermaßen Pflichttermin für mich – der mich allerdings zunehmend zu nerven und zu langweilen begann. Der Aufwand war größer als der Ertrag, der Spaß blieb auf der Strecke, die Messe war überlaufen und die Hallen wie bei den meisten Messen sinnlos überheizt, so als gelte es, ein Sauna-Ambiente zu simulieren. Seit einigen Jahren nun verzichte auf den Messetrubel und besuche stattdessen lieber den parallel stattfindenden BuchmesseCon, so auch in diesem Jahr.
 
Bei meinem frühen Eintreffen waren die Händler und Aussteller noch mit dem Aufbauen beschäftigt, dennoch traf ich bereits erste Bekannte. Schnell füllte sich der Hauptsaal des Bürgerhauses in Sprendlingen, gleich vor den Toren Frankfurts gelegen. Der BuchmesseCon, 2017 bereits zum 32. Mal ausgetragen, widmet sich speziell der phantastischen Literatur und dies nicht (wie es eine große Messe nun einmal tun muss) primär unter wirtschaftlichen Aspekten, sondern mit Leidenschaft.
 
Die Veranstalter sind selbst Anhänger der Phantastik, und das merkt man dem BuCon eben an. Es ist immer wieder beeindruckend, mit welcher Hingabe sie den Con planen, organisieren und durchführen. So wundert es nicht, dass sich Profis, Amateure und Fans hier ein Stelldichein geben, dass sich Autoren, Verleger und Leser in bunter Runde treffen. Wie sehr die Szene lebt, konnte man an diesem Wochenende einmal mehr wunderbar erleben.

Es kam mir so vor, als sei der Besucherandrang in diesem Jahr noch größer gewesen als bei den vergangenen Veranstaltungen an gleicher Stelle. Rund 700 Besucher fanden sich diesmal ein, dazu die bereits erwähnten Autoren und Verleger. Den ganzen Samstag über wurden zahlreiche Programmpunkte angeboten, und zwar kontinuierlich sieben Schienen gleichzeitig. Panels konkurrierten mit Verlagsmeetings, Lesungen wechselten sich mit Vorträgen ab. Berührungsängste gibt es ohnehin nicht. Langjährige Erfolgsautoren wie Kai Meyer und Markus Heitz nehmen ebenso am Programm teil wie Neulinge, die gerade erste literarische Gehversuche unternehmen.
 
Auch ich selbst gestaltete einen Programmpunkt (mit). Zusammen mit meinem Kollegen Ben B. Black saß ich beim Ren Dhark Meeting auf der Bühne, so wie auch schon in den vergangenen Jahren. Wir und Ren Dhark gehören fast schon zum Inventar. Da im Publikum sowohl Dhark-Leser als auch Nichtleser saßen, erzählten wir zunächst ein wenig über die Ursprünge der Serie. Ben las aus einem (noch) unveröffentlichten Manuskript, und anschließend gingen wir, natürlich ohne allzu viel zu verraten, auf die gegenwärtige und künftige Handlung ein.
 
Ansonsten führte ich zahlreiche Gespräche mit netten Leuten und wunderte mich im Nachhinein, wie schnell der Tag vergangen war. Der BuCon 2017 war wieder ein Con, den ich froh bin, nicht verpasst zu haben. Ich bedanke mich beim Organisationsteam für eine rundum gelungene Veranstaltung und freue mich schon darauf, auch im nächsten Jahr wieder dabei zu sein.
 
Bewegte Bilder gibt es übrigens auch. Ein schönes dreiminütiges Filmchen bei youtube vermittelt Eindrücke der Atmosphäre des diesjährigen BuCons:

https://www.youtube.com/watch?v=zfsLMQZ_Et4


Montag, 16. Oktober 2017

Die Delegation

Die nationalistische Vereinigung Terra den Terranern treibt auf der Erde weiterhin ihr Unwesen und schreckt auch vor Mord nicht zurück. Die HTO setzt einen Mann für spezielle Fälle ein. Unterdessen ist die Promet mit hochrangigen Delegierten der Weltregierung auf dem Weg nach Riddle. Niemand ahnt, dass sich ein Attentäter an Bord aufhält.

Die Neuschreibung der klassischen Romane um das irdische Forschungsraumschiff Promet schreitet munter voran. Gerade ist der neue Roman erschienen, er stammt aus meiner Feder. Er trägt den Titel Die Delegation, und eben diese steht im Mittelpunkt der Handlung. Besonderen Spaß gemacht hat mir eine Figur, die ich neu eingeführt habe, ein politisch nicht ganz korrekter und dem Alkohol zugetaner Privatschnüffler. Mal sehen, ob sich die Gelegenheit ergibt, ihn öfters in die Handlung einzubauen.